Nach 10 Jahren Erfahrung im Transport von tierischen Nebenprodukten können wir sagen, dass diese Transportbranche nicht frei von Paradoxien ist. Wir laden Sie ein zu einer Reise durch die interessantesten Kuriositäten, mit denen wir täglich konfrontiert sind.
- Tierische Nebenprodukte sind oft identisch mit essbaren Produkten: Oft sind tierische Nebenprodukte die gleichen Produkte, die täglich für den menschlichen Verzehr verkauft werden. Wenn das Angebot die Nachfrage übersteigt, suchen Händler nach alternativen Käufern, wie zum Beispiel Tierfutterherstellern. Niemand erwartet, hochwertige Produkte nicht zu normalen Preisen zu verkaufen, daher werden diese Produkte in Großverpackungen gesammelt. Tierische Nebenprodukte erfordern jedoch Behälter mit speziellen Kategorie-3-Kennzeichnungen, was häufiges Umverpacken notwendig macht.
- Erforderliche Degradierung beim Laden: Lebensmittel müssen zum Zeitpunkt des Ladens auf Kategorie 3 herabgestuft werden. Diese Herabstufung kann nicht beim Empfänger erfolgen. Außerdem können vollwertige Produkte, die nicht auf Kategorie 3 herabgestuft wurden, nicht in eine Kategorie-3-Verarbeitungsanlage geliefert werden, obwohl es sich um die gleichen Produkte handelt.
- Zulassung von Anhängern und Fahrzeugen: Alle Anhänger und Fahrzeuge müssen von den Veterinärbehörden für den Transport von Kategorie 3 zugelassen sein. Kategorie-3-Produkte dürfen nicht auf lebensmitteltauglichen Anhängern transportiert werden. Dies gilt jedoch nicht für See- und Bahncontainer, in denen Kategorie-3-Produkte im gleichen Transportmittel befördert werden können.
- Container-Paradoxon: Da Container keine spezielle Zulassung für den Transport von Kategorie 3 benötigen, stellt sich die Frage: Wie genehmigt man den Transporteur, der sie transportiert? Das ist möglich! Wir genehmigen das Fahrgestell für den Containertransport. Somit wird das Fahrgestell für den Transport von tierischen Nebenprodukten zugelassen, während der Container, der das Kategorie-3-Produkt enthält, keine Genehmigung benötigt.
- Unterschiedliche Auslegungen der EU-Vorschriften: In der EU sind die Vorschriften für tierische Nebenprodukte gleich, ihre Auslegung kann jedoch stark variieren. Darüber hinaus kann jeder Mitgliedstaat eigene, zusätzliche detaillierte Vorschriften erlassen.
- Ausnahme für polnische Fahrer bei der Arbeitszeiterfassung: In Polen sind Fahrer, die tierische Nebenprodukte transportieren, von der Erfassung der Arbeitszeit auf der Tacho-Karte befreit. Sie dürfen jedoch das Land nicht verlassen, da es in anderen Ländern keine solchen Vorschriften gibt und sie automatisch gegen das Gesetz verstoßen würden.
- Deutsche Beschränkungen für frische Kategorie-3-Produkte: Deutsche Vorschriften besagen, dass frische Kategorie-3-Produkte während Straßensperren transportiert werden dürfen, aber ein tierisches Nebenprodukt wird nur dann als solches betrachtet, wenn es bei kontrollierter Temperatur gelagert wird. Daher ist der Transport von Kategorie-3-Produkten in einem Tankwagen während eines Fahrverbots in Deutschland nicht erlaubt.
Es gibt sicherlich noch mehr Paradoxien zu entdecken. Dies bestätigt nur, dass der Transport von tierischen Nebenprodukten Wissen und Erfahrung erfordert, um problematische Situationen zu vermeiden. Daher sollte dieser Transport am besten Spezialisten anvertraut werden.





